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Auf den Spuren der Staufer800XE 28.5.2011 20:55Ausflugsziele Burg Hohenstaufen, das Kloster Lorch oder die Kaiserpfalz Bad Wimpfen. Überbleibsel einer Weltmacht, der Staufer. Wer kennt sie nicht - die beliebten Ausflugsziele Burg Hohenstaufen, das Kloster Lorch oder die Kaiserpfalz Bad Wimpfen. Alle haben eines gemeinsam - es sind die Überbleibsel einer Weltmacht, der Staufer. Heute noch trägt Baden-Württemberg ihr Wappentier - der Staufer-Löwe präsentiert das "Ländle". Und in Mainz feierten die Staufer vor über 800 Jahren die wohl größte "Party" des Mittelalters: Das Hof-Fest von Friedrich Barbarossa begeisterte damals die Zeitgenossen. Gut 130 Jahre lang waren die Staufer die mächtigsten Herrscher Europas. Bis heute umgibt sie ein Mythos, denn die Staufer haben das Bild vom Mittelalter stärker geprägt als andere. Und sie haben viele Spuren hinterlassen. Auf diesen bewegt sich der "Samstagabend" - mit einer Burgfrau, einer Türmerin, einem Rüstungsschmied und anderen Staufer-Kennern, wie dem Mittelalter-Professor und Millionen-Gewinner Prof. Dr. Eckard Freise sowie Dr. Alexander Schubert, der mit seinem Team u. a. die erfolgreiche Staufer-Ausstellung in Mannheim auf die Beine gestellt hat. Im Osten der Schwäbischen Alb begann alles zunächst ganz klein mit dem Wäscherschloss, das als die Wiege der Staufer gilt. Dem Stammvater der Staufer, Graf Friedrich von Büren, gelang es durch die geschickte Heirat mit einer reichen Grafentochter aus dem Elsass, eine Burg aus Stein zu bauen. Das war der Beginn des Aufstiegs der mächtigsten Dynastie des Hochmittelalters. Es sind vor allem zwei Staufer, die dem Jahrhundert zwischen 1150 und 1250 ihr Gesicht gegeben haben: Friedrich I. Barbarossa und sein Enkel Friedrich II machten aus dem Reich der deutschen Stämme ein Weltreich - zwischen Nordsee und Sizilien, Burgund und Böhmen. Sie waren innovativ und modern, schufen die Grundlagen der modernen Staaten, gründeten Städte und Universitäten, förderten ein neues Rechtssystem und die höfische Kultur, den Minnesang. Die Zeit der Staufer war geprägt durch dynamisches Wachstum und Umbrüche: Außergewöhnliche Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen und Franz von Assisi erneuerten den christlichen Glauben. Die Bevölkerung wuchs gewaltig, der Handel blühte, das heutige Banken-System entstand, eine neue soziale Schicht betrat die Bühne der Geschichte: die Ritter. Die Zeit der Staufer war sehr mobil - ihre "Autobahnen" waren die großen Flüsse wie der Rhein, Kuriere begründeten den Anfang des heutigen Postwesens. Den Spuren der Staufer kann man noch häufig begegnen - auf ihrer Stammburg Hohenstaufen, in ihren Kaiser-Pfalzen wie Bad Wimpfen, in Heil-Elixieren der Hildegard von Bingen oder in den Epen wie "Parzival" und "Tristan". Was sonst noch von den Schwaben auf dem Kaiserthron geblieben ist, wie die Staufer wirklich gelebt haben, warum sie selbst ihren Namen kaum getragen haben, und warum sie bis heute ein Mythos geblieben sind - darüber unterhält sich Markus Brock mit seinen Gästen: Die Gäste: Dr. Alexander Schubert: Der Stauferexperte kennt sich aus mit Babarossa und Co. Gemeinsam mit seinen Kollegen des Reiss-Engelhorn-Museums in Mannheim hat er die erfolgreiche Ausstellung "Die Staufer und Italien" konzipiert. Prof. Dr. Eckhard Freise: Obwohl sich der Professor für das gesamte Mittelalter begeistert, ist auch er ein Fan der Staufer. Für den "klügsten Professor Deutschlands", wie der ehemalige "Wer wird Millionär"-Gewinner schon tituliert wurde spielten die Stauferschen Frauen eine wichtige Rolle im Hochmittelalter. Freifrau Gabriele von Gemmingen-Guttenberg: Die Baronin lebt bereits in der 17. Generation zwischen Schießscharten und Wehrtürmen auf Burg Guttenberg, der letzten unzerstörten Stauferburg. Hier ist die Stauferzeit noch lebendig, hier kann man auf den Spuren von Barbarossa und Friedrich II. wandeln. Blanca Knodel: Auch Blanca Knodel lebt in einem ganz besonderen Gebäude. Sie wohnt in einem Turm, 58 Meter hoch über Bad Wimpfen, der ehemaligen Stauferpfalz. Doch sie ist nicht die Erste, die hier einziehen durfte. Bereits seit dem Mittelalter leben hier sogenannte "Türmer", um über die Stadt zu wachen. Den Blauen Turm liebte die Wimpfenerin schon als kleines Mädchen, dass sie einmal dort residieren kann, das hätte sich Deutschlands einzige Türmerin damals noch nicht träumen lassen. Engelberth Schmitz: Was für die einen das Stricken, ist für Engelberth Schmitz das Kettenhemden machen. Er produziert nämlich Kettenhemden nach Originalvorlage aus dem Mittelalter. Schon seit vielen Jahren ist der hauptberufliche Maler Mittelalterdarsteller. Sabine Seith: Eine ganz besondere Frau der Stauferzeit hat Sabine Seiths Leben verändert - Hildegard von Bingen. Durch Zufall ist sie auf das Leben und Wirken dieser beeindruckenden Persönlichkeit des Mittelalters gestoßen und in ihren Bann gezogen worden. Seit dem lässt sie das Leben der Benediktinerin nicht mehr los. Ihre Leidenschaft geht sogar so weit, dass Sie Ihren Job an den Nagel hing, um fortan als hauptberufliche "Hildegard-Botschafterin" zu leben. Rheinland-Pfalz = RegierungsSchloss Auf den Spuren der Staufer @Samstag Abend @SW3 Burg Guttenberg ?INRI? Gemeinde Guttenberg Beitrag kommentieren: |
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